In
Europa lebt man derzeit in einer Welt des „pervasive
Computing“, wo nahezu alle Gegenstände eine elektronische
Verarbeitungsfähigkeit besitzen. Eingebettet Systeme sind
zweifellos allgegenwärtig und deren Kommunikation untereinander
größer als jemals zuvor. Diese Geräte führen
unterschiedlichste Aufgaben aus ohne dass der Mensch Einfluss darauf
nimmt.
Die Dimensionen die solche Netzwerke
von eingebetteten Systemen annehmen, nehmen deutlich zu, sowie die
Variationen der Geräte selbst, sowohl auf den Chip (Multi- Core
und rekonfigurierbare Architekturen) als auch auf System Ebene
(verteilte Verarbeitung). Um die Bedürfnisse der Nutzer decken zu
können und den neuen Applikationen gerecht zu werden nimmt der
Bedarf der Geräte an Flexibilität und Skalierbarkeit zu.
Im Jahre 2020 werden eingebettete
Architekturen noch komplexer sein. Der Grund dafür liegt zum
größten Teil an dem zusammenwachsen von High Performance
Computing und eingebetteter Verarbeitungstechnologien, aber auch durch
das Entstehen neuartiger Hardware Technologien und der Zunahme von
heterogenen Datenverarbeitenden Geräten.
Die Absicht des AETHER Projektes ist
es, zu zeigen, dass selbst-adaptive Computing Architekturen einen
mächtigen Ansatz darstellen um die Probleme, die „Pervasive
Computing“ verursachen, zu lösen. Die Hauptzielsetzungen des
AETHER Projektes ist es neue Datenverarbeitungstechnologien zu
untersuchen, zu evaluieren und vorzuschlagen, welche die Anforderungen
der eingebetteten Applikationen der nächsten +10 Jahre
erfüllen können.
Im Besonderen hat das AETHER Projekt
die Zielsetzung, die Themen bezüglich der Skalierbarkeit, der
Performanz und der Technologien sowie die erhöhte Komplexität
und Programmierbarkeit von zukünftigen eingebetteten Architekturen
durch die Einführung von selbst-adaptiven Technologien in
Datenverarbeitenden Komponenten zu beherrschen. Das AETHER Konsortium
soll selbst-adaptive untereinander vernetzte Komponenten (Self-Adaptive
Networked Entities) basierend auf rekonfigurierbare Hardware
untersuchen and vorschlagen, sowie deren Auswirkungen auf die
Betriebsumgebung, Programmierungsmethoden und deren Werkzeuge sowie die
Modellierung der Applikationen. Die potentiellen Vorteile des
vorgeschlagenen Ansatzes werden mit den Industriepartnern mittels
realitätsnahen Applikation bewertet und überprüft.